Ein Allradwohnmobil zu mieten, scheint auf den ersten Blick auch nichts Anderes zu sein, als den Urlaub in einem herkömmlichen Wohnmobil zu verbringen. Doch auf den zweiten Blick weiß man die Freiheiten, die sich mit einem Allradwohnmobil erschließen, sehr zu schätzen. Besonders, weil man Campingplatz gegen Natur pur und Mainstream-Urlaub gegen Abgeschiedenheit eintauscht. Das sind Urlaube, die man nur erlebt, wenn man sich mit dem Allrad-Camper auch abseits asphaltierter Straßen bewegt.

Allradwohnmobil und Offroadtour – wie passt das zusammen?

Sicher sind schwere Geländewagen für eine Offroadtour die bessere Wahl. Doch gerade was den Wohn- und Schlafkomfort angeht, muss man mit diesen Reisefahrzeugen einige Einschränkungen in Kauf nehmen, vor allem, wenn man als Familie unterwegs ist. Da sind Allradwohnmobile eine echte Alternative. Wohnkomfort, abseits befestigter Straße fahren und autark sein – das verbinden unsere Fahrzeuge perfekt miteinander.

Eignet sich ein Allradwohnmobil auch für Familien?

Ja, aber auch Individualisten, die lieber unterwegs sind und jeden Tag Neues entdecken, als auf dem Campingplatz zwei Wochen stehen zu bleiben. Allradwohnmobile bieten genügend Raum für Familien mit bis zu zwei Kindern, doch auch junge und jung gebliebene Paare lieben das Reisen im Allradwohnmobil.

Die wichtigste Voraussetzung, um mit einem Allrad-Camper zu starten, ist die Sehnsucht, Neues zu entdecken, spontan zu sein und Unerwartetes zu erleben. Sich darauf einzulassen ist eine gute Basis für einen Urlaub im Allrad-Camper. Aber nicht nur Familien lieben die Allradwohnmobile, oft sind es auch die Großeltern, die mit ihren Enkeln verreisen.

Wie viel Zeit sollte man mit einem Allradwohnmobil einplanen?

Mindestens zwei Wochen und länger, bei entfernteren Zielen wie Island oder das Nordkap auch vier Wochen. Eben je nachdem, wo die Reise hingeht und was man erleben möchte. Die einen verbringen den Sommerurlaub in Albanien, Irland, Portugal oder an den Geysiren in Island. Andere zieht es im Winter zu den Polarlichtern nach Skandinavien. Mit einem Wohnmobil mit Allrad kann man (fast) jedes Lieblingsplätzchen erobern.

Was unterscheidet ein Allradwohnmobil von anderen Reisemobilen?

Die Kombination aus Allradantrieb, mehr Bodenfreiheit und speziellen Reifen verleiht den Allradwohnmobilen deutlich mehr Möglichkeiten. Mit dieser Ausrüstung kommt man auch abseits asphaltierter Straße unbeschadet voran.

Der Allradantrieb im Reisemobil sorgt dafür, dass bei Bedarf alle vier Räder angetrieben werden. Bei unebenem Gelände hat man so mehr Vortrieb als nur mit Heck- oder Frontantrieb. Optional verfügen gute Allradwohnmobile über eine Untersetzung, die bei schwierigem Untergrund oder steilen Bergpassagen für mehr Kraft auf den Rädern sorgt.

Allradwohnmobile sind  spürbar höher und bieten mehr Bodenfreiheit, was im Gelände sehr wichtig ist. Damit wird verhindert, dass der Allrad-Camper im Gelände aufsitzt. Mindestens ebenso wichtig sind All-Terrain-Reifen, die zum Beispiel im Sand oder im Schlamm für mehr Traktion sorgen.  Diesen AT-Reifen können auch grobe Schotterpisten nichts so schnell anhaben.

Mit der obligatorischen Standheizung wird es einem auch in kalten Nächten warm ums Herz. Aber es gibt noch weitere Extras, wie zum Beispiel Unterfahrschutz und Ansaugschnorchel, die Allradwohnmobile besonders machen

.Allrad-Camper mit AT-Rädern

Allradwohnmobile sind ideal für Abenteurer und Individualisten – der Weg ist das Ziel. Herkömmliche Wohnmobile sind eher für Campingurlauber, die auf der Straße zu ihrem Campingplatz und zurück fahren wollen.

Welche Arten Allradwohnmobile gibt es?

Es gibt zahlreiche Varianten von Allradwohnmobilen. Sehr beliebt sind Kastenwagen, die sich äußerlich kaum von einem Lieferwagen unterscheiden (z. B. Hymer DuoCar S Allrad). Dann gibt es eine Vielzahl von teilintegrierten Wohnmobilen. Diese bestehen aus einem Sprinter-Triebkopf mit einem Wohnmobilaufbau (z. B. Hymer ML-T 580).

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Pickup-Camper, nicht zuletzt wegen ihrer Variabilität. Bei diesem Fahrzeug kann man die Wohnkabine mit wenigen Handgriffen vom Fahrzeug trennen. Der Pickup kann auch als Fahrzeug für den Alltag genutzt werden.

Die Königsklasse der Reisemobile markieren Allrad-LKW’s mit  speziellem Wohnaufbau, sogenannte Expeditionsfahrzeuge.  (z. B. https://www.blissmobil.com/)

Lesen Sie hier, was zu beachten ist, bevor Sie einen Camper mieten…

Warum sind Allradwohnmobile auf Basis Mercedes die beste Entscheidung?

Die Marke Mercedes von Daimler steht für Sicherheit und Qualität. Wer mit diesen Fahrzeugen schon einmal gereist ist, möchte nichts anderes mehr fahren. Außerdem sorgt Daimler weltweit für ein funktionierendes Servicenetz, was gerade in Punkto Ersatzteilversorgung wichtig ist, falls doch einmal eine Panne passieren sollte. Darüber bestehen feste Servicepartnerschaften für die Pflege und Wartung der Fahrzeuge von Vorteil.

Wo erfährt man nützliche Tipps und erhält zusätzliches Equipment?

Natürlich sollte man sich im Vorfeld der Reise mit den örtlichen Gegebenheiten sowie dem Reiseziel in Ruhe beschäftigen. Da finden sich im Internet viele Foren oder man erkundigt sich beim ADAC. Gute Reiseanbieter bieten auch Checklisten an, damit nichts vergessen wird. Für jene, die sich privat kein großes Equipment zulegen wollen, empfehlen diese dann auch ein Rundumsorglos-Paket mit allem, was man für die Reise benötigt: z. B. Geschirr, Bettzeug bis hin zu Fahrradgepäckträger.

Muss man genügend Fahrpraxis besitzen?

Ein passionierter Offroader muss man nicht sein. Zumindest muss man einen normalen, gültigen PKW-Führerschein besitzen und Fahrpraxis besitzen. Wer noch gar keine Erfahrung im Gelände hat, sollte sich erst einmal vorsichtig herantasten. Dafür werden verlängerte Wochenenden zum Schnuppern angeboten. Das ist eine willkommene Gelegenheit, den Fahrspaß mit einem Allradwohnmobil zu testen.