Wir lieben es zu reisen. Und noch viel mehr Gegenden zu erkunden, wo der Tourismus noch relativ wenig Einzug gehalten hat. Schon auf unserer Tour durch die Baltikumstaaten, wie Lettland, Litauen oder Estland, haben wir uns in das individuelle Reisen verliebt. Und auch dieses Jahr sollte der Familienurlaub wieder unter dem Motto „Viel erleben, viel sehen.“ stehen. Über Albanien hatten wir schon einiges gelesen. Den Berichten und Bildern zufolge war dies unser nächstes erklärtes Reiseziel. Das beste aber: In Albanien gibt es herrliche Strecken für passionierte Offroader wie uns.

Einsam Übernachten am Strand in Albanien  Blick auf schwarze Drin Albanien

Abwechslung für die ganze Familie

Und genau das hat uns in den Balkanstaat gezogen, denn wir haben Familienurlaub im Wohnmobil mit Allrad lieben gelernt. Wir genießen Freiheit so lange der Urlaubsschein reicht, jede Straße ist passierbar. Klar bis nach Albanien ist ein langer Weg, aber unsere zwei Kinder fanden es wahnsinnig spannend, insgesamt 11 Länder zu durchqueren. Wir übrigens auch. Vom kleinen, dörflichen Grenzübergang, den wir in null Komma nix überquert haben, bis zu Kilometer langen Schlangen an Reisewütigen war alles dabei. Viele verschiedene Währungen, noch mehr Umrechnungskurse und Sprachen, denen wir nicht mächtig waren. Doch mit insgesamt 4 x 4, also mit 16 Händen und Füßen, gelingt es jede Sprachbarriere zu meistern.

Kleiner Wasserfall in Albanien Abenteuer_Hängebrücke_Albanien

In Albanien haben und Land und Leute wahnsinnig begeistert. Atemberaubende Landschaften, die wir auf unseren Strecken, zum Beispiel durch das Teth Gebirge, nahezu grenzenlos bewundern konnten. Für die Touren über Schotterstraßen und Pisten war unser Allradwohnmobil genau das richtige, denn so oft wir wollten, konnten wir uns zum Beispiel über einen Abhang zur Schwarzen Drin abrollen und mit Leidenschaft autarkes Campen direkt am Fluss genießen. Und wenn wir wieder Lust auf mehr Menschen und Zivilisation hatten, haben wir einfach den nächsten Camping Platz angesteuert. Es ist unglaublich, mit welcher Liebe viele Albaner einfach ihr kleines Grundstück zum Campground umfunktionieren. Bei so viel Herzlichkeit kommt man schnell ins Gespräch. So haben wir Arbi in Kruje kennengerlernt, mit dessen umherlaufenden Hühnern wir zum Frühstück schnell Freundschaft geschlossen hatten. Ein Plätzchen zwischen Weinreben hatte uns einen romantischen Aufenthalt in Peshkopi beschert. Sicher, die sanitären Einrichtungen sind teilweise gewöhnungsbedürftig, aber auch das ist Albanien und hat unsere Reiselust keinesfalls getrübt.

Frei stehen in Albanien Brücke in Albanien passiert

Reiseführer Albanien mit guten Tipps

Übrigens sind wir bei allen Touren den Beschreibungen des Hobo-Teams gefolgt. Deren Reiseführer können wir wärmstens empfehlen. Darin ist alles zu lesen, was Individualisten wie uns erwartet, wertvolle Tipps inklusive. Unser Hymer Car Grand Canyon S war unser kleines Reich auf 4 Rädern, das uns sicher an alle Ziele gebracht hat, die wir uns aus den Tourenbeschreibungen entnommen haben: auf die Fähre über den Koman-Stausee, auf eine echt coole, lange Hängebrücke bei Elbasan, in Städte, an einsame Küstenabschnitte und noch zu vielen weiteren Orten im wundervollen Albanien. Dadurch, dass wir wirklich fast jeden Weg meistern konnten, haben wir auch Menschen und Wohnumstände kennengelernt, die dem üblichen Touristen wahrscheinlich verschlossen bleiben. Im Vorfeld hatten wir bereits gelesen, dass die Albaner in den einsamen Abschnitten durchaus dankbar für ein paar Geschenke, wie diverse Kosmetikartikeln sind. Da die Albaner grundsätzlich bei Hilfe kein Geld als Gegenleistung haben wollen, konnten wir uns damit für deren Gastfreundschaft bedanken. Das ist es auch, was uns bei jeder Reise Freude bereitet. Dafür nehmen wir auch gern in Kauf, dass Kühe und Schildkröten unvermittelt nach dem nächsten Abzweig die Straße ganz allein für sich in Anspruch nehmen oder dass man auf einigen Straßen dem Abgrund doch sehr ehrfürchtig nahekommt.

Dorfansicht Albanien Menschen in Albanien

Albanien, wir kommen wieder

Albanien ist voller unglaublich netter Menschen, denen bei jeder Begegnung ein Lächeln im Gesicht steht. Besonders in den abseits gelegenen Dörfern sind wir immer herzlich willkommen, werden per Armwinken begrüßt und bestaunen Museen, die extra für uns geöffnet werden. Dieses Land hat noch so viel mehr zu bieten und das wollen wir auf jeden Fall auch alles sehen. In den Süden von Albanien sind wir leider nicht vorgedrungen, da die Mietdauer für das Allradwohnmobil leider begrenzt war. Das holen wir auf jeden Fall nach. Unser Fazit als Familie: Das machen wir mal wieder! Mit genauso viel Abenteuerlust und Freude im Gepäck.