Norwegen ist auf Urlauber mit Wohnmobil bestens eingerichtet. Man den Vorteil, inmitten der wundervollen Natur zu nächtigen und mit einem Sonnenaufgang aufzuwachen. Auch beim Wintercamping. Denn das Besondere an dieser Reise war, dass wir diese im Winter unternahmen. Viele hielten uns für verrückt. Doch für uns war dieses Land im Winter  gänzlich unentdeckt. Auf geht’s zum Nordpolarkreis im Allrad-Camper!

Für uns war es nicht die erste Reise in dieses wundervolle Land. Allerdings war es neu für uns mit einem Allrad- Camper unterwegs zu sein.  Wir wollten nicht länger nur einen Fleck „gesehen“ haben, denn Norwegen hat so viele schöne Ecken, die man nur schwer anders entdecken kann.

Wintercamping – es geht los!

Unsere Reise starteten wir im Februar 2020 von Berlin mit dem Hymer ML-T 580. Diesen haben wir gemietet. Nachdem wir den Allrad-Camper in Chemnitz abgeholt und Zuhause beladen haben, war unser erster Zwischenstopp Dänemark. Nach einem Tag am Meer zwischen Sonnenschein und Dünen, ging für uns die Reise weiter Richtung Hirtshals. Von da aus fuhr unsere 4-stündige Fähre nach Langesund (Norwegen).

Schild am Norpolarkreis

Angekommen, fuhren wir weiter nördlich Richtung Trondheim, durchquerten die kleine Stadt und fuhren immer weiter Richtung Norden…und erreichten so innerhalb von wenigen Tagen den Nordpolarkreis im Allrad-Camper. Der Schnee war teilweise 1,5 m hoch. Die Straßen waren zwar gut geräumt, trotzdem waren wir das ein oder andere Mal sehr froh, dass wir uns für den Allrad-Camper entschieden haben! Angekommen im Nordpolarkreis hofften wir jeden Abend/Nacht Polarlichter zu sehen. Doch diese ließen die ersten Tage aufgrund der Bewölkung leider auf sich warten.

Mit dem Allrad-Camper vom Nordpolarkreis zu den Lofoten

Unser nächstes Ziel waren die Lofoten. Von da aus wollten wir immer weiter nördlich entlang der Inselgruppen, Richtung Tromso, fahren. Da wir die ersten Tage ziemlich viel fuhren, um voran zu kommen, erreichten wir die Lofoten schon Ende der ersten Woche. Eine Fähre brachte uns von Bodo nach Moskenes (Lofoten).

Allrad Camper Hymer ML-T 580 am Seeufer

Dort endlich angekommen, konnten wir endlich vollkommen abschalten. Wir genossen die Natur, schießen unzählige Fotos in dieser atemberaubenden Natur und waren einfach glücklich. Charakteristisch für die Lofoten sind wohl die einzigartigen Bergketten und die dazu passenden kilometerlangen Sandstrände mit atemberaubenden Sonnenuntergängen!

Die Lofoten waren unser Highlight

Dort verblieben wir die meiste Zeit unserer Reise; sahen unzählige Elche in freier Wildbahn, das ein oder andere Rentier und jede Nacht leuchtende Polarlichter am Himmel.

Polarlichter am Himmel     Elche laufen durch Winterlandschaft in Norwegen

Ein Tag liehen wir uns ein Boot aus und fuhren raus aufs Meer zum Angeln. Es war fast jeder Wurf ein Treffer, auch wenn die Vielfalt der gefangenen Fische nicht so groß war. Wir angelten Seelachse und unzählige Dorsche und das bei starkem Schneefall und Sichtweite von 5 Metern. Es hat riesig Spaß gemacht.

Frischwasser in Norwegen ist kein Problem

In Norwegen ist es kein Problem, Frischwasser aufzufüllen und Abwasser zu entleeren. Man hat zwar gemerkt, dass je nördlicher wir kamen, es schwieriger wurde – das war aber eher der Jahreszeit geschuldet, da im Winter alle Frischwasser-Hähne abgestellt sind. Die Norweger halfen aber immer, wenn man sie angesprochen hat und probierten alles in ihrer Macht Stehende um zu helfen! Ein super herzliches Volk! Auch die Campingplätze hatten größtenteils geschlossen. Das hieß aber nicht, dass man dort nicht nachts stehen konnte. Es wurden „Kassen des Vertrauens“ aufgestellt oder auch Telefonnummern hinterlegt, bei den man sich melden kann, sofern man außerhalb der Saison campen möchte! Wir benutzten Campingplätze aber nur bei Bedarf z.B. zum Wäsche waschen, denn sonst konnten wir mit unserem Wohnmobil fast überall legal stehen, und das waren meistens die schönsten Plätze!

Schneelandschaft und Camper ML-T 580

Ein Pottwal weniger als 10 Meter entfernt – ein unglaubliches Gefühl

Die Tage vergingen und wir waren im nördlichsten Teil, des für uns angestrebten Reiseziels der Inselgruppen angekommen: Andenes. Anlass der Reise dorthin, war die Whales-Safari, die wir nun endlich antreten wollten. Aufgrund des Wetters mussten wir unseren Ausflug ein paar Tage verschieben, daher empfiehlt es sich immer ein bisschen Luft einzuplanen- falls das Wetter nicht mitspielt! Doch wir hatten Glück und gingen mit einem Fischkutter auf Norwegische See. Es dauerte ca. 30 min bis wir den ersten Wal sahen. Es war ein Pottwal, der größte Zahnwal der Erde.

Schwanz eines Pottwals ragt aus dem Mer in Norwegen

Von da aus ging unsere Reise weiter bis Tromso. Unser vorher- geplantes Ziel war das Nordkap, dieses war uns aber aufgrund der Wetterbedingungen zu riskant, sodass wir ab Tromso langsam in Richtung Heimat fuhren.

Fazit der Reise: Wir kommen wieder!

Wir hatten dennoch alles gesehen, was auf unserer „To-See-Liste“ stand und waren überwältigt von so vielen Eindrücken der letzten Tage und Wochen. Das Allrad Wohnmobil Hymer ML-T 580 war dabei unser treuer Begleiter, unser Rückzugsort, unser zweites Zuhause auf Zeit, was uns sehr ans Herz gewachsen ist! Es war eine sehr schöne Zeit und es hat uns an nichts gefehlt.

Vielen Dank für den tollen Gastbeitrag an Mandy Gleisinger & Timm Freitag.

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.